Die wichtigsten Zahlen
Einwohner (1.1.2026, vorläufig)779.174Statistik Austria
Bevölkerung 2014–2024+7,5 %Land Tirol, Landesstatistik
Wohnungspreis Median 20254.965 €/m²Statistik Austria
Ø Miete inkl. BK 202411,50 €/m²Statistik Austria, Wohnen 2024
Nächtigungen 202550,0 Mio.Statistik Austria
Stand: November 2026. Quellen siehe unten.
Standort-Check Tirol
| Kriterium | Wert | Meine Einschätzung |
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| Abhängigkeit vom Tourismus | 64 Nächtigungen je Einwohner (2025) | Spricht dagegen |
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| Zuzug | +2,0 je 1.000 Einwohner (2025) | Spricht dagegen |
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| Einstiegspreis | 4.965 €/m² Wohnung, Median 2025 | Spricht dagegen |
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| Kurzzeitvermietung als zweites Standbein | stark eingeschränkt (Freizeitwohnsitz) | Spricht dagegen |
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Gleiche Kriterien für alle Bundesländer. Werte aus Statistik Austria (Nächtigungen, Bevölkerung, Wanderung, Kaufpreise 2025); die Ampel ist meine Einschätzung, keine Bewertung im rechtlichen Sinn. Alle Bundesländer im Vergleich.
Meine Haltung: als Gast ja, als Anleger vorsichtig
Ich bin oft und gern hier – zum Skifahren, Wandern und um mir die Betriebe anzusehen. Als Anleger bin ich bei den Tourismusorten aber zurückhaltend: Sie hängen an Bergbahn, Saison und Gästen aus dem Ausland. Im Tiroler Winter 2025/26 kam nur rund jede vierzehnte Nächtigung von Gästen aus Österreich. Warum ich trotzdem jeden Ort nach denselben Zahlen bewerte, lesen Sie in meinem Beitrag Warum ich Tirol liebe – und dort trotzdem nicht investieren würde.
Bevölkerung: Wachstum flacht ab
Tirol zählte am 1.1.2026 vorläufig 779.174 Einwohner, um 0,19 % mehr als ein Jahr davor (Statistik Austria, 2026). Zwischen 2014 und 2024 wuchs das Land von 722.038 auf 775.970 Menschen, also um rund 7,5 % (Land Tirol). Der Wanderungssaldo lag 2024 bei +1.653 Personen (Land Tirol, Folder 2025).
Die Bevölkerungsprognose 2025 der Statistik Austria erwartet für Tirol kaum noch Wachstum: 778.100 Einwohner im Jahresschnitt 2025, 782.862 im Jahr 2030 und 779.291 im Jahr 2040. Einordnung: Die Nachfrage wird sich stärker auf den Zentralraum Innsbruck und gut angebundene Bezirke konzentrieren als auf das ganze Land.
Preisniveau: Kaufen und Mieten
Wohnungen kosteten 2025 in Tirol im Median 4.965 €/m², um 4,2 % mehr als 2024 (Statistik Austria). Damit liegt Tirol knapp hinter Wien, Vorarlberg und Salzburg. Bauland kostete im Landesschnitt 391 €/m² (2025); Spitzenreiter sind Reith bei Kitzbühel mit 2.742 €/m² und die Stadt Kitzbühel mit 2.617 €/m² (Fünfjahresschnitt, Statistik Austria 2026).
Die durchschnittliche Miete inklusive Betriebskosten betrug 2024 11,50 €/m² (Statistik Austria, Wohnen 2024). Neu inserierte Wohnungen wurden 2025 im Schnitt um 20,90 €/m² angeboten (ImmoScout24, Jänner–Oktober 2025). 52,0 % der Hauptmietwohnungen sind privat am freien Markt vermietet (Mikrozensus 2025) – ein hoher Anteil, der privaten Vermietern Spielraum gibt.
Tourismus als Wirtschaftsmotor
Mit 50,0 Mio. Nächtigungen im Kalenderjahr 2025 (+1,7 %) ist Tirol das Tourismusland Nummer eins; 46,0 Mio. davon entfielen auf ausländische Gäste (Statistik Austria). Sölden war im Winter 2024/25 mit 2,11 Mio. Nächtigungen die stärkste Gemeinde Österreichs nach Wien. Für Anleger heißt das: Hotel- und Apartmentprojekte haben eine breite Nachfragebasis, sind aber stark von der Wintersaison abhängig. Mehr dazu unter Hotelimmobilien als Anlage.
Landesregeln: Freizeitwohnsitz, Grundverkehr, Leerstand
- Freizeitwohnsitze (§ 13 Tiroler Raumordnungsgesetz 2022): Neue Freizeitwohnsitze sind nur auf eigens gewidmeten Flächen möglich; liegt der Anteil in einer Gemeinde über 8 % der Wohnungen, sind keine neuen erlaubt. Nicht als Freizeitwohnsitz gelten u. a. gewerbliche Beherbergung, Privatzimmervermietung und Ferienwohnungen mit höchstens drei Wohnungen und zwölf Betten.
- Grundverkehr (§ 14a Tiroler Grundverkehrsgesetz): In Vorbehaltsgemeinden müssen Käufer von Baugrundstücken erklären, dass kein neuer Freizeitwohnsitz entsteht.
- Leerstandsabgabe (TFLAG): Seit 1.1.2026 dürfen Gemeinden sie einheben, müssen aber nicht; Grundlage sind bis zu 30 % der Basismietwerte (Land Tirol, Merkblatt M05/2025). Der VfGH hat die Abgabe 2026 bestätigt (E 103/2025).
Das sind allgemeine Hinweise – lassen Sie Ihren konkreten Fall rechtlich prüfen.
Was das für Anleger bedeutet
Tirol ist ein Markt mit hohem Preisniveau und knappen Flächen. Die Mietnachfrage ist im Zentralraum stabil, die Wachstumsdynamik der Bevölkerung lässt aber nach. In Tourismusorten ist eine Wohnung zur Eigennutzung als Feriendomizil rechtlich kaum möglich – dort zählen Modelle der touristischen Vermietung mit klarer gewerblicher Struktur. Details zu den Orten finden Sie bei Anlageimmobilien in Innsbruck und Investieren im Ötztal.
Rendite-HotspotsWo ich in Tirol investieren würde – und wo nicht
Landeshauptstadt, Universitätsstadt
Mein Tipp: Nur mit dem richtigen Objekt
Fakten
132.820 Einwohner am 1.1.2026, +1,4 % in zehn Jahren (Statistik Austria). Wohnungen kosteten 2025 im Median 6.034 €/m² (Statistik Austria); neuwertige Mietwohnungen 15,70 €/m² (WKO-Immobilienpreisspiegel 2026).
Einordnung
Teuerster Markt Tirols mit dauerhaft hoher Mietnachfrage, aber geringer Anfangsrendite.
Meine Einschätzung
Innsbruck hängt weniger am Tourismus als die Skiorte – Universität, Klinik und Verwaltung tragen die Nachfrage. Aber zu den heutigen Preisen ist eine Wohnung hier eher Vermögensaufbewahrung als Ertragsinvestment. Interessant wird es für mich nur bei deutlich günstigerem Einkauf.
Anlegerwohnung: gutZinshaus: bedingtKurzzeitvermietung: bedingtHotel: bedingt
Wintersport-Hochburg mit Gletscher
Mein Tipp: Eher Eigennutzung
Fakten
Sölden verzeichnete im Winter 2024/25 2,11 Mio. Nächtigungen bei 5,0 Nächten Aufenthaltsdauer (Statistik Austria). Der Tourismusverband Ötztal hatte 2024 im Winter 29.446 Betten bei 53,3 % Auslastung, im Sommer 24,8 % (Landesstatistik Tirol).
Einordnung
Sehr starke Wintersaison, schwächerer Sommer. Erträge hängen am Betrieb, nicht an der Wohnung allein.
Meine Einschätzung
Als Gast komme ich gern. Als Anleger hängt hier aber alles an einem System aus Bergbahn, Wintersaison und Auslandsgästen – fällt ein Teil weg, fällt das ganze System. Ich würde hier nicht investieren, sondern erleben und beobachten.
Anlegerwohnung: eher nichtZinshaus: eher nichtKurzzeitvermietung: bedingtHotel: gut
Kitzbühel
Premium-Tourismus, höchste Grundpreise
Mein Tipp: Eher Eigennutzung
Fakten
Bezirk mit 66.374 Einwohnern (1.1.2026) und 6,03 Mio. Nächtigungen im Tourismusjahr 2025 (WKO Tirol). Wohnungsmedian 2025: 5.568 €/m² (Statistik Austria); Angebotspreise lagen 2025 bei 10.056 €/m² (willhaben). Freizeitwohnsitzquote der Stadt: 16,4 % (Land Tirol, Mai 2026).
Einordnung
Sehr hohe Einstiegspreise und streng regulierter Zweitwohnungsmarkt; eher Werterhalt als laufender Ertrag.
Meine Einschätzung
Kitzbühel sehe ich als Markt für Vermögende mit langem Horizont. Für klassische Anleger ist das Verhältnis von Preis zu Ertrag aus meiner Sicht schwierig.
Anlegerwohnung: eher nichtZinshaus: eher nichtKurzzeitvermietung: bedingtHotel: bedingt
Kufstein
Industrie- und Grenzbezirk im Unterinntal
Mein Tipp: Investieren
Fakten
114.363 Einwohner am 1.1.2026, +8,4 % seit 2016. Wohnungsmedian 2025: 4.638 €/m² nach 4.378 €/m² 2024 (Statistik Austria via WKO Tirol). 24,3 % der Beschäftigten der gewerblichen Wirtschaft arbeiten in der Industrie (WKO Tirol, 2025).
Einordnung
Wachsender Bezirk mit breiter Wirtschaftsbasis und Preisen unter Innsbruck – interessant für klassische Vermietung.
Meine Einschätzung
Kufstein würde ich mir für Anlegerwohnungen genauer ansehen, weil Arbeitsplätze und Zuzug die Nachfrage tragen.
Anlegerwohnung: gutZinshaus: bedingtKurzzeitvermietung: eher nichtHotel: eher nicht
Eignung: gut · bedingt (je nach Objekt) · eher nicht. „Mein Tipp“ ist meine persönliche Einschätzung auf Basis der genannten Zahlen, kein Renditeversprechen.
Meine Lageberichte von hier
Häufige Fragen
Darf ich in Tirol eine Ferienwohnung für mich selbst kaufen?
Nur in Ausnahmefällen. Neue Freizeitwohnsitze sind nach § 13 TROG 2022 nur auf eigens gewidmeten Flächen erlaubt, in vielen Gemeinden gar nicht. Bestehende, rechtmäßige Freizeitwohnsitze sind selten und teuer. Lassen Sie den Status jeder Wohnung vor dem Kauf prüfen.
Muss ich in Tirol eine Leerstandsabgabe zahlen?
Seit 2026 entscheidet jede Gemeinde selbst, ob sie die Abgabe einhebt. Die Höhe orientiert sich an Basismietwerten des Landes. Wer vermietet oder selbst mit Hauptwohnsitz wohnt, ist nicht betroffen.
Wie teuer sind Wohnungen in Tirol?
Der Median lag 2025 bei 4.965 €/m² (Statistik Austria). Innsbruck liegt mit 6.034 €/m² deutlich darüber, der Bezirk Imst mit 3.452 €/m² darunter.
Quellen
- Statistik Austria – Bevölkerung am 1.1.2026 (vorläufig) (2026) – statistik.at
- Land Tirol – Wohnbevölkerung und Prognose (2024) – tirol.gv.at
- Land Tirol – Statistik-Folder 2025 (2025) – tirol.gv.at
- Statistik Austria – Bevölkerungsprognose 2025 (2025) – statistik.at
- Statistik Austria – Immobilien-Durchschnittspreise 2025 (2026) – statistik.at
- Salzburg24 – Mieten nach Bundesländern (Statistik Austria, Wohnen 2024) (2025) – salzburg24.at
- Statistik Austria – Wohnen Q4 2025 (Mikrozensus) (2026) – statistik.at
- VOL.AT – Angebotsmieten 2025 (ImmoScout24) (2025) – vol.at
- Statistik Austria – Ankünfte und Nächtigungen 2025 (2026) – statistik.at
- Statistik Austria – Tourismus in Österreich 2025 (2026) – statistik.at
- RIS – § 13 Tiroler Raumordnungsgesetz 2022 (2026) – ris.bka.gv.at
- § 14a Tiroler Grundverkehrsgesetz (JUSLINE) (2026) – jusline.at
- Land Tirol – Merkblatt M05/2025 Leerstandsabgabe (2025) – tirol.gv.at
- VfGH E 103/2025 vom 17.6.2026 (2026) – gesetzefinden.at
- Land Tirol – Freizeitwohnsitze nach Gemeinden (Mai 2026) – statistik.tirol.gv.at
- WKO Tirol – Bezirksdaten Innsbruck-Stadt 2026/27 (2026) – wko.at
- WKO Tirol – Immobilienpreisspiegel 2026 (Februar 2026) – wko.at
- WKO Tirol – Bezirksdaten Kitzbühel 2026/27 (2026) – wko.at
- WKO Tirol – Bezirksdaten Kufstein 2026/27 (2026) – wko.at
- WKO Tirol – Bezirksdaten Imst 2026/27 (2026) – wko.at
- Landesstatistik Tirol – Regionsprofil Ötztal Tourismus 2024 (2025) – tirol.gv.at
- VOL.AT – Wohnungspreise 2025 nach Bezirken (willhaben) (2026) – vol.at
Rechtliche Hinweise sind allgemeine Informationen und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung. Lassen Sie Ihr Vorhaben im Einzelfall prüfen.
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