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Das Hotel als Anlageimmobilie

Hotels verbinden Immobilie und Betrieb. Wer in ein Hotel investiert, kauft nicht nur Mauern, sondern auch das Geschäftsmodell des Betreibers mit. Diese Seite zeigt, welche Modelle es gibt und was der Markt in Österreich aktuell hergibt.

Stand: November 2026Von Konstantin Zelzer

Die wichtigsten Zahlen

Nächtigungen Österreich 2025157,27 Mio. (+1,9 %)Statistik Austria
Ankünfte Österreich 202548,17 Mio. (+3,1 %)Statistik Austria
Nächtigungen Wintersaison 2025/26ca. 74,2 Mio. (+2,5 %)Statistik Austria
Hotel-Transaktionsvolumen Österreich 2025ca. 480 Mio. €Christie & Co
Spitzenrendite Core-Hotels 20255,0–5,5 %Christie & Co

Stand: November 2026. Quellen siehe unten.

Für wen eignet sich ein Hotelinvestment?

Hotels sind eine Anlageklasse für erfahrene, kapitalstarke Investoren, Family Offices und Unternehmer mit Tourismuserfahrung. Die Einstiegsbeträge sind hoch, die Objekte spezialisiert, und der Wert hängt stark davon ab, wie gut das Haus geführt wird. Für Privatanleger mit kleinerem Budget ist die Kurzzeitvermietung von Wohnungen oft der zugänglichere Weg in den Tourismus.

Pacht, Managementvertrag oder Eigenbetrieb

  • Pachtvertrag: Der Betreiber zahlt eine fixe oder teilweise umsatzabhängige Pacht und trägt das operative Risiko. Für Eigentümer ist das Modell am ehesten mit einer Gewerbemiete vergleichbar; entscheidend ist die Bonität des Pächters.
  • Managementvertrag: Der Eigentümer trägt das Betriebsergebnis, ein Betreiber führt das Haus gegen Gebühr. Mehr Ertragschance, aber auch volles Auslastungs- und Kostenrisiko.
  • Franchise: Der Eigentümer oder ein Pächter betreibt das Hotel unter einer bekannten Marke.
  • Eigenbetrieb: typisch für Familienhotels; Immobilie und Unternehmen sind kaum zu trennen.

Vertragsdetails wie Laufzeit, Instandhaltungsaufteilung (FF&E-Rücklage) und Indexierung sollten Sie im Einzelfall rechtlich prüfen lassen.

Marktzahlen: Rekordnachfrage, selektive Investoren

Österreich erreichte 2025 rund 157,27 Mio. Nächtigungen und 48,17 Mio. Ankünfte, der höchste Nächtigungswert seit Beginn der digitalen Aufzeichnungen 1974 und das dritte Jahr in Folge über 150 Mio. (Statistik Austria, 2025). Die Wintersaison 2025/26 brachte laut ersten Daten rund 74,2 Mio. Nächtigungen, ein Plus von 2,5 % (Statistik Austria, 2026).

Am Investmentmarkt wurden 2025 laut Christie & Co rund 480 Mio. € in Hotels investiert, rund 43 % mehr als im Vorjahr; etwa 81 % davon entfielen auf Wien. Für gut positionierte Core-Objekte nennt Christie & Co Spitzenrenditen von 5,0 bis 5,5 % (Christie & Co, 2025).

Einordnung: Die Nachfrage der Gäste ist hoch, das Kapital konzentriert sich aber auf Wien und auf große, professionell geführte Häuser.

Ländliche Hotels: ja oder nein?

Viele Hotels in den Alpen und im ländlichen Raum sind Familienbetriebe, bei denen eine Nachfolge fehlt. Das schafft Kaufgelegenheiten, aber auch typische Probleme: Saisonalität, Personalmangel, Investitionsstau und eine kleinere Käuferschicht beim späteren Wiederverkauf.

Meine Einschätzung: Ein ländliches Hotel kaufe ich nur mit einem tragfähigen Betreiberkonzept, einer klaren Zielgruppe und einem Standort mit zwei Saisonen. Ein Hotel ohne Betreiber ist für mich kein Investment, sondern ein Job.

Was Sie vor dem Kauf prüfen sollten

  1. Betriebszahlen der letzten Jahre: Auslastung, Durchschnittspreis, Ergebnis vor Pacht
  2. Pacht- oder Managementvertrag, Laufzeit, Bonität des Betreibers
  3. Investitionsbedarf: Zimmer, Technik, Brandschutz, Energie
  4. Betriebsanlagengenehmigung, Widmung, Mitarbeiterunterkünfte
  5. Saisonalität und Abhängigkeit von Schnee oder einzelnen Märkten

Passende Regionen

Städtische Hotels in Wien ziehen den Großteil des Investmentkapitals an. Ferienhotellerie konzentriert sich in Tirol, Salzburg und Vorarlberg, mit Ganzjahresdestinationen etwa im Ötztal. In der Steiermark sind Thermen- und Stadthotellerie relevant.

Meine Lageberichte von hier

Häufige Fragen

Welche Rendite bringt ein Hotel in Österreich?

Christie & Co nennt für gut positionierte Core-Hotels 2025 Spitzenrenditen von 5,0 bis 5,5 %. Kleinere oder ländliche Häuser werden zu anderen Konditionen gehandelt, für sie gibt es keine vergleichbare öffentliche Statistik.

Was ist besser: Pacht oder Managementvertrag?

Die Pacht bietet planbarere Einnahmen, solange der Pächter zahlt. Der Managementvertrag bietet mehr Ertragschance, aber Sie tragen das Betriebsrisiko. Welche Variante passt, hängt von Ihrer Risikobereitschaft und Ihrer Branchenerfahrung ab.

Lohnt sich ein kleines Landhotel?

Das hängt vor allem vom Betreiber und vom Standort ab. Ohne Ganzjahresnachfrage und gesicherte Führung ist das Risiko hoch, auch wenn der Kaufpreis niedrig wirkt.

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Quellen

  1. Statistik Austria – Ankünfte und Nächtigungen Dezember 2025 bzw. Kalenderjahr 2025 (Schnellbericht, 30.01.2026) (2025) – statistik.at
  2. ORF.at – Wintertourismus 2025/26 auf Rekordhoch (Daten: Statistik Austria, 29.05.2026) (Wintersaison 2025/26) – orf.at
  3. Christie & Co – Hotelinvestmentmarkt Österreich 2025 (Bericht Tageskarte, 20.01.2026) (2025) – tageskarte.io

Rechtliche Hinweise sind allgemeine Informationen und ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung. Lassen Sie Ihr Vorhaben im Einzelfall prüfen.

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